Innenverkleidung

Kabinenwand Aufbau

  • Aussenblech 0.8 mm (V2A Edelstahl)
  • Isolation 50 mm (flexibler Dämmstoff)
  • Innenverkleidung 4 mm (Birkensperrholz)

Die Gesamtwanddicke beträgt ca. 55 mm. Da der Stahl Grundrahmen aus max. 30 mm grossem 4 Kant-Profil besteht, konnte ich diesen gegen innen mit einer 15 mm dicker Isolation abdecken. Dadurch konnte ich ‚harte‘ Kältebrücken vermeiden, bei denen das Wärmeleitende Material (z.b. Stahl) von der Aussenwand bis zur Innenwand führt.

Isolation

Bei der Innenwandverkleidung gab es für mich zwei Aufbauvarianten.
Entweder verkleben mit XPS Platten, was eine sandwichartige, steife Struktur (siehe z.b. Gelber Unimog) ergibt oder eine Variante mit flexiblen, geschlossenporiegem Dämmstoff (z.b. X-Trem, Armaflex).

Reimo X-Trem Platten
AF/Armaflex Sortiment

 

Unsere Wahl fällt auf die flexible Variante.

Isolationsmaterial zugeschnitten

Entscheidend war, dass die Isolation nicht unnötigem Verbindungsstress ausgesetzt ist, keine Quietschgeräusche erzeugt und einfach zu verkleben ist. Ausserdem bin ich weder von aussen noch von innen auf die zusätzliche Stabilität angewiesen die mir eine steife Sandwichplattenkonstruktion ergeben hätte.
Das Aussenblech von 0.8 mm reich vollkommen aus ohne das dieses zusätzlich verstärkt werden muss. Innen wird kein Mobiliar direkt an die Wand geklebt, bzw. verschraubt. Wenn überhaupt etwas direkt an den Seitenwänden befestigt wird, dann erfolgt  dies direkt auf dem Grundrahmen auf entsprechenden Befestigungspunkten.

Bei der Isolation habe ich darauf geachtet, dass ich auf den Grundrahmen mindestens eine 15 mm Isolationsschicht auftragen konnte.

Grundrahmenprofile mit 15 mm Isolation
Grundrahmenprofile mit 25 mm Isolation

 

 

 

 

 

 

Bei der Montage habe ich X-Trem Platten mit einseitiger Klebefolie verwendet und wo nötig mit Kontaktkleber nachgeholfen. (Plattendicken: 20 mm selbstklebend, 30 mm, 5 mm)

Kontaktkleber: Aus meinen früheren Erfahrungen und Klebetests, kann man sich nicht auf die Temperaturfestigkeit von Kontaktklebern verlassen. So sind auch Hochtemperatur Kontaktkleber die bis zu 110° Grad aushalten sollten nicht gerade das was ich erwarten würde. D.h. bei 80° Grad ist meistens nicht mehr viel von dessen Klebekraft vorhanden und die Teile lösen sich.

Doch für meine Anforderungen als ‚Montagehilfe‘ reicht dies aus, da ich nicht auf die Klebekraft angewiesen bin.

Isolation verklebt 30 mm + 20 mm
Isolation verklebt 30 mm + 20 mm

 

 

 

Innenverkleidung

Bei der Innenverkleidung gab es mehrere Aspekte zu beachten. Neben dem Material, welches langlebig und auch nach 10 Jahren noch ansehnlich sein soll, wollten wir eine Wandbeschaffenheit bzw. Farbe die nicht aufdringlich ist, anderseits aber auch nicht langweilig wirkt. Ausserdem muss sie leicht, zahlbar und gut verarbeitbar sein.

Mögliche Materialien:
Vollkern-Kunstharzplatten (z.b. Resopal), GFK, Sperrholz, …

Wir entscheiden uns für wasserfest verleimte Birkensperrholzplatten in 4 mm Dicke.

Um die Birkensperrholzplatten zu befestigen, in meinem Fall habe ich diese mit Sikaflex 265 geklebt, habe ich auf dem Stahl-Grundrahmen an allen Kanten eine Holzleiste aufgeklebt. Auf diese Holzleiste wurde einerseits die Sperrholzplatte geklebt und anderseits konnte ich dadurch kleinere Korrekturen machen damit die Sperrholzplatte bündig auf der Isolation aufliegt.

Befestigungspunkte auf dem Grundrahmen
Isolation mit Befestigungspunkte

 

Zusätzliche Befestigungspunkte (Holzklötze) auf dem Grundrahmen mit M6 Nietmuttern sorgen für zusätzlichen Halt für die Sperrholzplatten und ermöglichen Inneneinrichtung an der Wand zu befestigen ohne das diese die Isolation zusammendrückt.

Lackierung

Die Birkensperrholzplatten habe ich insgesamt 4 mal mit Bootslack lackiert. Inklusive Zwischenschliff.

Hubzylinder Holzkastenaussparung
Birkensperrholzplatten lackiert und verklebt

 

 

 

 

 

 

Material

  • Lack: International Goldspar Satin (nur für Innenbereich, leider nicht UV beständig)
  • Verdünner: International Verdünner Nr 1
  • Rollen

Vorgehen

  1. Erste Lackschicht mit 20% Verdünner Nr 1
  2. Zwischenschliff Körnung 120 / 180 & Staub entfernen (Staubsauger)
  3. Zweite / Dritte Lackschicht (jeweils im Abstand von einem Tag)
  4. Zwischenschliff 180 & Staub entfernen (Staubsauger)
  5. Vierte Lackschicht (jeweils im Abstand von einem Tag)

Das Ergebnis lässt sich sehen!
Der Lack lässt sich sehr gut verarbeiten und bringt ein hervorragendes Resultat.

Panoramaansicht (180 Grad) der Isolation

 

 

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